Kommt es mir nur so vor oder gibts das immer mehr, dass Folgen oft nur noch um die 30 Minuten lang sind?
Da frage ich mich, warum ist das so? Es bleibt ja bei 6-10 Folgen pro Staffel.
Fehlt der Inhalt? Dass man nicht mehr genau weiss, wie man die Storys attraktiv in normale Serienlänge umsetzen kann?
Möchte man gezielt längen vermeiden?
Oder liegt es an der Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer? Dass wir lieber kürzeren, dafür mehr Inhalt konsumieren wollen? Ähnlich wie in der Musikindustrie?
Kürzlich gesehene Serien
- kevin
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Re: Kürzlich gesehene Serien
Du meinst Serien, deren Folgen die üblichen 45 Minuten länge hatten?
Vergleich mal heutige Serien mit z.B. Nils Holgersson von früher mit. Das waren noch entschleunigte Serien. Heute sind doch alle auf Speed. Da waren schöne Szenen drin, die man heute einfach weglässt und meiner Ansicht nach die Seele jeder Serie beraubt. Warum lieben wir unsere TNG-Crew? Weil wir sie auch neben den Katastrophen haben kennenlernen dürfen.
Vergleich mal heutige Serien mit z.B. Nils Holgersson von früher mit. Das waren noch entschleunigte Serien. Heute sind doch alle auf Speed. Da waren schöne Szenen drin, die man heute einfach weglässt und meiner Ansicht nach die Seele jeder Serie beraubt. Warum lieben wir unsere TNG-Crew? Weil wir sie auch neben den Katastrophen haben kennenlernen dürfen.
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Re: Kürzlich gesehene Serien
Genau so gehts mir auch. Was waren die besten Episoden bei Star Trek? Oftmals die Filler-Episoden.
Heutzutage möchte man die Charaktere nicht mehr kennenlernen, sondern direkt rein ins Geschehen. So ähnlich wie bei Spotify. Man kann das Album nicht mehr kennenlernen und im Booklet stöbern, von längeren Songs ganz zu schweigen. Je länger umso weniger klicks.
Genau so wird es wohl nun auch bei den Streamingdiensten adaptiert.
Früher 20-25 Episoden pro Staffel a 45-50min
Dann mal kurz 10 Episoden pro Staffel a 60min
Heute 6-10 Episoden pro Staffel a 30min
Zugegeben, es gibt durchaus Serien, die gefallen mir in diesem 30 Minuten Format. Meist seichte Serien oder Comedys. Aber bei allem anderen fehlt dann einfach was. Das fällt mir gerade aktuell bei Murderbot auf.
Im Grunde eine tolle und auch Spassige Serie. Aber diese 30 Minuten "häppchen" lassen mich nicht tiefer in die Serie eintauchen. Als ob die Serie das gar nicht möchte.
Heutzutage möchte man die Charaktere nicht mehr kennenlernen, sondern direkt rein ins Geschehen. So ähnlich wie bei Spotify. Man kann das Album nicht mehr kennenlernen und im Booklet stöbern, von längeren Songs ganz zu schweigen. Je länger umso weniger klicks.
Genau so wird es wohl nun auch bei den Streamingdiensten adaptiert.
Früher 20-25 Episoden pro Staffel a 45-50min
Dann mal kurz 10 Episoden pro Staffel a 60min
Heute 6-10 Episoden pro Staffel a 30min
Zugegeben, es gibt durchaus Serien, die gefallen mir in diesem 30 Minuten Format. Meist seichte Serien oder Comedys. Aber bei allem anderen fehlt dann einfach was. Das fällt mir gerade aktuell bei Murderbot auf.
Im Grunde eine tolle und auch Spassige Serie. Aber diese 30 Minuten "häppchen" lassen mich nicht tiefer in die Serie eintauchen. Als ob die Serie das gar nicht möchte.
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Re: Kürzlich gesehene Serien
Gegenüber früher schaue ich mir viel seltener neue Serien an. Entweder sind sie derart kompliziert, dass man wegen der beruflichen Belastung einfach zu müde ist, um mitzukommen - oder sie ist so bodenlos niveaulos, dass man sich denkt "was für ein Bullshit"...
Ich vermisse echt die Serien der 80er und 90er. Ja, sie hatten keine durchgehende "superintelligente(?)" Story, aber bei diesen Serien kann ich mir immer mal wieder eine Folge raussuchen, sie mir anschauen und einfach an ihr Freude haben.
Ich vermisse echt die Serien der 80er und 90er. Ja, sie hatten keine durchgehende "superintelligente(?)" Story, aber bei diesen Serien kann ich mir immer mal wieder eine Folge raussuchen, sie mir anschauen und einfach an ihr Freude haben.
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Re: Kürzlich gesehene Serien
Da hast du absolut recht. Frühere Serien waren einfach da zur reinen Unterhaltung.
Solche Serien gibt es heute zwar auch noch, aber sie sind schwerer zu finden. Eine heutige Serie muss aus der Masse herausstechen und immer etwas "spezielles" bieten. Und dann müssen sie ab der ersten Episode abliefern und die Zuschauer fesseln. Es gibt keine Zeit mehr damit wir die Charaktere kennenlernen dürfen.
Das ist teils aber auch unsere eigene Schuld, etwas "seichteres" hat in der heutigen Serienwelt praktisch keine Chance mehr.
Solche Serien gibt es heute zwar auch noch, aber sie sind schwerer zu finden. Eine heutige Serie muss aus der Masse herausstechen und immer etwas "spezielles" bieten. Und dann müssen sie ab der ersten Episode abliefern und die Zuschauer fesseln. Es gibt keine Zeit mehr damit wir die Charaktere kennenlernen dürfen.
Das ist teils aber auch unsere eigene Schuld, etwas "seichteres" hat in der heutigen Serienwelt praktisch keine Chance mehr.