STAR TREK – Destiny: Band 3 – Verlorene Seelen

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JasonHawk

STAR TREK – Destiny: Band 3 – Verlorene Seelen

Beitrag von JasonHawk »

Ein würdiges, gelungenes und grosses Finale. Ein Finale, welches der Leser so nicht erwartet hätte und welches sehr, sehr viele Fragen beantwortet.
Allerdings hat auch dieses Finale einen kleinen Haken: Die Trilogie löst eine der grössten Fragen im Star Trek Universum auf. Das ist grundsätzlich nicht schlecht. ABER die Antwort wird sehr früh im Buch vorweggenommen. Das ist bedauerlich, weil diesem grossen Rätsel so eine würdige Auflösung verwehrt bleibt.
Dann stört mich noch ein Punkt und der zieht sich eigentlich durch die ganze Trilogie. Im ersten Band ist er noch kaum spürbar, im zweiten Band drückt er an die Oberfläche und im dritten Band bricht er vollständig aus. Es geht um Jean-Luc Picard, der meiner Meinung nach in der ganzen Trilogie schlecht wegkommt. Unverdientermassen, wie ich finde. Picard wirkt arrogant, ignorant, borniert und vor allem nicht so, wie man ihn kennt. Als der grosse Borg-Kenner stellt er sich gegen jeden Vorschlag für den Kampf gegen die Borg, bringt keine eigenen Ideen und scheint bereits aufgegeben zu haben. So kenne ich Picard nicht und kann es nicht akzeptieren. Fühle mich schon beinahe betrogen.
Aber im Zentrum steht der Kampf gegen die Borg und dieser kommt im ganzen dritten Band nicht zu kurz. Auf der einen Seite hat der Leser den verzweifelten Kampf der ganzen Flotten aller Völker, die versuche ihre Welten zu schützen und zu retten. Selbstverständlich in aufopfernder Art. Auf der anderen Seite findet der Leser seine „Helden“. Picard, Riker, Dax und Hernandez. Ja, auch Hernandez, aber dazu sei an dieser Stelle nicht mehr verraten, nur so viel: Sie trägt auch ihren Teil zum Gelingen bei. Die „Helden“ starten natürlich ein halsbrecherisches Selbstmordkommando, welches eigentlich zum Scheitern verdammt ist. Wie nicht anders zu erwarten, ist das Selbstmordkommando teilweise ein Erfolg, aber das erste bringt noch nicht den erhofften Erfolg und es kommt zu einem zweiten, noch verzweifelteren.
Trotz dieser Vorhersehbarkeit, kommt keine Langweile auf. David Mack hat den Kampf gegen die Borg abwechslungsreich und spannend geschrieben. Es reisst den Leser mit und führt schliesslich zum würdigen und gelungenen Finale. Auch wenn die Trilogie stückweit einer Apokalypse gleicht, die an „Independence Day“ grenzt (was mich persönlich doch auch gestört hat), würde ich doch schon fast so weit gehen und es als akzeptabel bezeichnen. Unterm Strich wird es zu einem Nullsummenspiel ;-)
Meine Bewertung: ****
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