Zack Snyders großes Sci-Fi-Epos „Rebel Moon“ ist inzwischen schon ein paar Jahre her. Die beiden Kinofassungen erschienen Ende 2023 und Anfang 2024 auf Netflix, die deutlich längeren Director’s Cuts folgten im August 2024.
Worum geht’s?
Als eine friedliche Dorfgemeinschaft auf einem fernen Mond von den Armeen der Mutterwelt bedroht wird, erweist sich eine mysteriöse Fremde als ihre einzige Überlebenschance.
Besetzung
Sofia Boutella als Kora
Ed Skrein als Atticus Noble
Michiel Huisman als Gunnar
Djimon Hounsou als Titus
Bae Doona als Nemesis
Staz Nair als Tarak
In weiteren Nebenrollen sehen wir Anthony Hopkins, Charlie Hunnam, Ray Fisher, Cary Elwes
Weitere Infos
Gedreht wurde von April bis Dezember 2022 in Kalifornien (u. a. Blue Cloud Movie Ranch in Santa Clarita, Simi Valley und Inyo County). Die gesamte Produktion (inklusive Vor- und Nachbearbeitung) zog sich über fast zwei Jahre hin.
Interessanterweise belief sich das Budget für beide Filme zusammen auf „nur“ 166 Millionen Dollar. Damit war es 2023 zwar Netflix’ teuerste Eigenproduktion, dank Back-to-Back-Dreh und Zack Snyder als eigenem Kameramann war es für ein Projekt dieser Größenordnung relativ günstig.
Netflix gab Zack Snyder bewusst volle kreative Kontrolle. Grund: Nach dem Erfolg von Army of the Dead und dem Snyder Cut von Justice League wollte Netflix einen großen Namen mit Fanbase. Snyder durfte alles so machen, wie er es sich vorstellte (inklusive der unzensierten R-rated Director’s Cuts). Der Deal: Netflix bekam zuerst die PG-13-Kinofassungen für den Algorithmus, Snyder die Director’s Cuts.
-> Teil 1, seit 22. Dezember 2023 auf Netflix
-> Teil 2, seit 19. April 2024 auf Netflix
Hier gibts den offiziellen Trailer zu Rebel Moon.
Rebel Moon - Filme
- kevin
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Re: Rebel Moon - Filme
Nachdem ich damals ende 2023 die normale Version auf Netflix gesehen habe, war ich nicht wirklich begeistert und habe auch Teil zwei nicht mehr gesehen.
Nun wollte ich es doch nochmals wissen, wie sich die Director's Cuts anfühlen. Deshalb habe ich sie in einem Marathon direkt hintereinander gesehen.
Meine Kritik zu Rebel Moon – Part One: Director’s Cut
Auch in der längeren Fassung bleibt der Film anstrengend anzusehen. Dieser seltsame Mix aus Sci-Fi und Fantasy wirkt einfach überladen, hier ein bisschen Star Wars, da ein Anflug von 300, dazu unnötig übertriebene Brutalität. Das ergibt kein stimmiges Ganzes und wirkt chaotisch.
Die Story bleibt flach: Viele Ideen wie Weltbau, Politik oder Charaktermotivationen werden nur angeschnitten und nie richtig zu Ende gedacht.
Der Director’s Cut ist definitiv die bessere Version für die Figuren, die durch den Extra-Kontext etwas an Tiefe gewinnen, wecken aber immer noch zu wenig echte Emotionen, um wirklich zu fesseln, da es an der Story fehlt.
Immerhin, die kurzen Auftritte des Roboters Jimmy haben mich emotional am meisten gepackt. Hier spürte ich die philosophische Snyder-Magie am besten.
Die Bilder sind episch, keine Frage. Dennoch sagen sie letztlich zu wenig aus. Am Ende ist es ein reines Spektakel für die Augen, das intellektuell und emotional flach bleibt. Man wollte offenbar zu viel auf einmal und hat sich im eigenen Overkill verzettelt.
Im Vergleich zu meinen Snyder Lieblingsfilmen wie „Man of Steel“, „Zack Snyders Justice League“, ja auch „Batman v Superman“ fehlt hier einfach die emotionale Wucht und die mythologische Tiefe, die Snyder sonst so meisterhaft einsetzt. Diese Filme haben mich mit ihrer Intensität und ihren Figuren richtig mitgenommen, bei Rebel Moon bleibt es leider nur bei der Optik.
So sehr ich Zack Snyder und seine Filme sonst schätze: „Rebel Moon – Part One“ gehört leider nicht zu meinen Favoriten.
Nun wollte ich es doch nochmals wissen, wie sich die Director's Cuts anfühlen. Deshalb habe ich sie in einem Marathon direkt hintereinander gesehen.
Meine Kritik zu Rebel Moon – Part One: Director’s Cut
Auch in der längeren Fassung bleibt der Film anstrengend anzusehen. Dieser seltsame Mix aus Sci-Fi und Fantasy wirkt einfach überladen, hier ein bisschen Star Wars, da ein Anflug von 300, dazu unnötig übertriebene Brutalität. Das ergibt kein stimmiges Ganzes und wirkt chaotisch.
Die Story bleibt flach: Viele Ideen wie Weltbau, Politik oder Charaktermotivationen werden nur angeschnitten und nie richtig zu Ende gedacht.
Der Director’s Cut ist definitiv die bessere Version für die Figuren, die durch den Extra-Kontext etwas an Tiefe gewinnen, wecken aber immer noch zu wenig echte Emotionen, um wirklich zu fesseln, da es an der Story fehlt.
Immerhin, die kurzen Auftritte des Roboters Jimmy haben mich emotional am meisten gepackt. Hier spürte ich die philosophische Snyder-Magie am besten.
Die Bilder sind episch, keine Frage. Dennoch sagen sie letztlich zu wenig aus. Am Ende ist es ein reines Spektakel für die Augen, das intellektuell und emotional flach bleibt. Man wollte offenbar zu viel auf einmal und hat sich im eigenen Overkill verzettelt.
Im Vergleich zu meinen Snyder Lieblingsfilmen wie „Man of Steel“, „Zack Snyders Justice League“, ja auch „Batman v Superman“ fehlt hier einfach die emotionale Wucht und die mythologische Tiefe, die Snyder sonst so meisterhaft einsetzt. Diese Filme haben mich mit ihrer Intensität und ihren Figuren richtig mitgenommen, bei Rebel Moon bleibt es leider nur bei der Optik.
So sehr ich Zack Snyder und seine Filme sonst schätze: „Rebel Moon – Part One“ gehört leider nicht zu meinen Favoriten.
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Re: Rebel Moon - Filme
Und sofort noch meine Kritik zu Rebel Moon – Part Two: Director’s Cut
Die normale Version habe ich nie gesehen. Ich schaue den Director’s Cut direkt im Anschluss an Teil 1.
Diesmal bleiben wir größtenteils im Dorf, und das tut dem Film richtig gut. Die Szenen im Getreidefeld sind erstaunlich. Niemand bringt einfache, harte Feldarbeit so episch auf die Leinwand wie Zack Snyder. Das Dorfleben ist schön anzusehen, wurde atmosphärisch in Szene gesetzt und vermittelt echte Hoffnung. Diese Szenen sind das Herzstück des Films.
Trotz der Rückblenden der wichtigsten Charaktere reicht das nicht als emotionaler Anker. Ich weiß nicht einmal die Namen der meisten Protagonisten. Jeder kommt von einer anderen Welt, alle haben denselben Feind, doch warum genau diese Welten zerstört und diese Völker ausgelöscht wurden, wird nie richtig verraten. Ich frage mich ernsthaft, ob „Rebel Moon“ nicht besser als Serie funktioniert hätte. Episodenhaft hätte jeder Charakter seine eigene Geschichte erzählen können.
Inhaltlich bleibt auch der zweite Teil sehr flach. Dafür bekommen wir ein fulminantes Finale, das audiovisuell zum Allerfeinsten gehört. Teil Zwei hat mich tatsächlich mehr unterhalten als Teil Eins, auch wenn er bei vielem dieselben Fehler, wie beim ersten Teil macht.
Was lernen wir aus diesem Rebel-Moon-Experiment? Völlige kreative Freiheit eines Filmemachers muss nicht immer gut sein. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen
Wie geht es nun weiter?
Das Rebel-Moon-Universum ruht erst mal. Es gibt keine aktiven Dreharbeiten oder einen festen Release für Part Three. Es soll wohl Skripte für bis zu sechs Filme geben, aber aktuell ist alles auf Eis gelegt.
Es gibt einige Gründe dafür. Erst mal, waren die Kritiken zu den beiden Kinofilmen eher dürftig. Die Director's Cuts waren zwar etwas besser, aber immer noch nicht das, was man sich bei Netflix erhoffte.
Der erste Originalfilm war anfangs ein echter Netflix-Hit und landete in den globalen Top 10. Die Director’s Cuts kamen hingegen deutlich schwächer an, beide schafften es nicht mal in die US-Top-10 und hatten nur einen Bruchteil der Views der Kinofassungen.
Im November 2025 hat Netflix mehrere andere Snyder-Projekte still und leise gecancelt (u. a. das Army of the Dead-Sequel, Twilight of the Gods Staffel 2 und ein geplanten LAPD-SWAT-Film). Man munkelt dass Rebel Moon der Auslöser dafür war. Zu teuer, zu ambitioniert, nicht genug Abrufzahlen, schlechte Kritiken.
Schade, aber nicht überraschend. Snyder hat hier seine volle kreative Freiheit bekommen, und genau das hat Netflix am Ende wohl etwas abgeschreckt. Ob er die Rechte irgendwann woanders hinbringt oder Netflix doch noch mal zuschlägt, steht noch in den Sternen.
Die normale Version habe ich nie gesehen. Ich schaue den Director’s Cut direkt im Anschluss an Teil 1.
Diesmal bleiben wir größtenteils im Dorf, und das tut dem Film richtig gut. Die Szenen im Getreidefeld sind erstaunlich. Niemand bringt einfache, harte Feldarbeit so episch auf die Leinwand wie Zack Snyder. Das Dorfleben ist schön anzusehen, wurde atmosphärisch in Szene gesetzt und vermittelt echte Hoffnung. Diese Szenen sind das Herzstück des Films.
Trotz der Rückblenden der wichtigsten Charaktere reicht das nicht als emotionaler Anker. Ich weiß nicht einmal die Namen der meisten Protagonisten. Jeder kommt von einer anderen Welt, alle haben denselben Feind, doch warum genau diese Welten zerstört und diese Völker ausgelöscht wurden, wird nie richtig verraten. Ich frage mich ernsthaft, ob „Rebel Moon“ nicht besser als Serie funktioniert hätte. Episodenhaft hätte jeder Charakter seine eigene Geschichte erzählen können.
Inhaltlich bleibt auch der zweite Teil sehr flach. Dafür bekommen wir ein fulminantes Finale, das audiovisuell zum Allerfeinsten gehört. Teil Zwei hat mich tatsächlich mehr unterhalten als Teil Eins, auch wenn er bei vielem dieselben Fehler, wie beim ersten Teil macht.
Was lernen wir aus diesem Rebel-Moon-Experiment? Völlige kreative Freiheit eines Filmemachers muss nicht immer gut sein. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen
Wie geht es nun weiter?
Das Rebel-Moon-Universum ruht erst mal. Es gibt keine aktiven Dreharbeiten oder einen festen Release für Part Three. Es soll wohl Skripte für bis zu sechs Filme geben, aber aktuell ist alles auf Eis gelegt.
Es gibt einige Gründe dafür. Erst mal, waren die Kritiken zu den beiden Kinofilmen eher dürftig. Die Director's Cuts waren zwar etwas besser, aber immer noch nicht das, was man sich bei Netflix erhoffte.
Der erste Originalfilm war anfangs ein echter Netflix-Hit und landete in den globalen Top 10. Die Director’s Cuts kamen hingegen deutlich schwächer an, beide schafften es nicht mal in die US-Top-10 und hatten nur einen Bruchteil der Views der Kinofassungen.
Im November 2025 hat Netflix mehrere andere Snyder-Projekte still und leise gecancelt (u. a. das Army of the Dead-Sequel, Twilight of the Gods Staffel 2 und ein geplanten LAPD-SWAT-Film). Man munkelt dass Rebel Moon der Auslöser dafür war. Zu teuer, zu ambitioniert, nicht genug Abrufzahlen, schlechte Kritiken.
Schade, aber nicht überraschend. Snyder hat hier seine volle kreative Freiheit bekommen, und genau das hat Netflix am Ende wohl etwas abgeschreckt. Ob er die Rechte irgendwann woanders hinbringt oder Netflix doch noch mal zuschlägt, steht noch in den Sternen.