Stowaway - Film

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Stowaway - Film

Beitrag von kevin »

Seit dem 22. April 2021 gibts auf Netflix den kleinen SciFi Film Stowaway.

Worum geht’s?
Auf einer Mission zum Mars verursacht ein unbeabsichtigter blinder Passagier versehentlich schwere Schäden an den Lebenserhaltungssystemen des Raumschiffs.

Regisseur und Drehbuch
Joe Penna hat den Film inszeniert und zusammen mit Ryan Morrison das Drehbuch geschrieben.

Besetzung
Anna Kendrick als Zoe Levenson
Toni Collette als Marina Barnett
Daniel Dae Kim als David Kim
Shamier Anderson als Michael Adams

Weitere Infos
In nur 30 Tagen wurden die Dreharbeiten abgeschlossen. Gedreht wurde die US-deutsche Koproduktion dabei in den Bavaria Studios in München und MMC Studios in Köln. Der Film wurde also komplett in Deutschland gedreht.
Die Raumschiff-Sets wurden in den Studios nachgebaut, um die klaustrophobische Atmosphäre zu erzeugen.
Das genaue Budget ist nicht öffentlich bekannt, Schätzungen gehen aber von relativ moderaten 10 Millionen US-Dollar aus.
Am 22. April 2021 wurde Stowaway Weltweit auf Netflix veröffentlicht, ohne vorheriger Kinoauswertung.

-> Anschauen auf Netflix

Hier gibts den offiziellen Trailer zu Stowaway.
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kevin
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Re: Stowaway - Film

Beitrag von kevin »

In Stowaway begleiten wir eine kleine Crew auf einer Mission zum Mars. Kurz nach dem Start entdecken sie einen unbeabsichtigten blinden Passagier an Bord, der versehentlich schwere Schäden am Lebenserhaltungssystem verursacht. Plötzlich reicht der Sauerstoff nicht mehr für alle vier Personen. Ein dramatisches moralisches Dilemma entsteht.

Der Film verzichtet bewusst auf große Action und bombastische Special Effects. Stattdessen konzentriert er sich auf die psychologische Spannung, die Charaktere und die zunehmende Isolation im All. Die klaustrophobische Enge des Raumschiffs wird dabei hervorragend eingefangen. Man spürt die Beklemmung, die Hilflosigkeit und wie unberechenbar das Weltall sein kann.
Besonders stark ist die Darstellung von Machtlosigkeit. Einige Protagonisten können nur zusehen, während andere verzweifelt versuchen, Lösungen zu finden.

Die Geschichte wird langsam und bedächtig erzählt, was die Realität einer langen Mars-Reise authentisch widerspiegelt, aber für meinen Geschmack streckenweise zu eintönig wird. In manchen Phasen muss man wirklich konzentriert bleiben, damit es nicht zu einem "Second-Screen-Erlebnis" wird.

Visuell ist der Film top: Die Innenaufnahmen des Schiffs vermitteln die Beklemmung perfekt, und die vier Hauptdarsteller, Toni Collette, Anna Kendrick, Daniel Dae Kim und Shamier Anderson spielen gut und machen ihre Charaktere glaubwürdig.

Wie so viele Filme dieser Art ist hier die Reise das eigentliche Ziel. Es gibt keine großen Twists, sondern Fokus auf Ethik und Menschlichkeit.
Leider endet der Film relativ offen, was mich nicht ganz glücklich zurücklässt, fast so, als hätte das Budget oder das Drehbuch für einen stärkeren Abschluss nicht mehr gereicht.

Alles in allem ein solider, kleiner nachdenklicher Sci-Fi-Film mit interessanter Prämisse, guten Charakteren und starker Atmosphäre, der aber insgesamt etwas zu langsam und am Ende zu unbefriedigend bleibt.
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