Star Trek Enterprise: Aufbruch ins Unbekannte

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kevin
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Star Trek Enterprise: Aufbruch ins Unbekannte

Beitrag von kevin »

Titel: Star Trek Enterprise: Aufbruch ins Unbekannte
Autor: Diane Carey
Übersetzer: Andreas Brandhorst
Verlag: Heyne-Verlag
Seitenzahlen: 234
EAN Taschenbuch: 9783453863613
EAN eBook: 9783641116026
Veröffentlichung: Taschenbuch - 2002
Veröffentlichung: eBook - Februar 2014

Kurzübersicht
Captain Archer auf einer gefährlichen Mission.
Captain Jonathan Archer kommandiert das erste Warp-fähige Raumschiff der Erde: Die Enterprise. Er erhält den Auftrag, den auf der Erde gestrandeten, schwer verletzten Klingonen Klaang auf seine Heimatwelt zurückzubringen. Die Vulkanier bestehen darauf, dass Subcommander T'Pol mitfliegt - vielleicht zu Spionagezwecken?

Während des Warpflugs wird die Enterprise von Terroristen überfallen, die verhindern wollen, dass der Klingone Informationen über einen geheimnisvollen temporalen Krieg auf seine Heimatwelt bringt. Sie entführen Klaang, und Archer muss, gegen den Widerstand T'Pols, die Verfolgung aufnehmen.
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kevin
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Re: Star Trek Enterprise: Aufbruch ins Unbekannte

Beitrag von kevin »

Nachdem ich die erste Episode von „Star Trek: Enterprise“ nicht nur gesehen, sondern nun auch als Roman gelesen habe, möchte ich meine Eindrücke teilen.

Besonders beeindruckt hat mich, wie viel Raum der Roman der Vorstellung der neuen Crew und ihrem ersten Aufeinandertreffen an Bord der Enterprise NX-01 widmet. Das Schiff selbst ist ein technisches Meisterwerk, das jedoch seine Tücken hat – einige Seiten sind allein den technischen Details gewidmet. Ich hätte stundenlang weiter darüber lesen können, doch die Crew hat eine Mission: einen Klingonen zurück zu seiner Heimatwelt zu bringen.

Captain Archers Verhalten gegenüber T’Pol hat mich überrascht. Seine offene Abneigung gegen Vulkanier, die bisweilen in Arroganz umschlägt, hätte ich nicht erwartet. Zwar weiß man, dass er kein großer Fan der Vulkanier ist, doch diese Feindseligkeit wirkt für einen Captain, der ein Raumschiff kommandiert, wenig weise. Man merkt dass sie noch einen weiten Weg vor sich haben.

Die Szenen auf dem Handelsposten verdeutlichen, wie verloren die menschliche Crew zunächst wirkt. Sie sind die Neuen im All, vergleichbar mit Schülern am ersten Tag auf einem fremden Schulhof. Da die Sternenflotte noch nicht existiert, erleben wir eine rohere, fast westernartige Ära des Weltraums. Zu wissen, wie sich die Zivilisationen später unter der Sternenflotte zu einer offenen, wissbegierigen Gesellschaft entwickeln, macht diesen Kontrast besonders faszinierend.

Ein humorvoller Höhepunkt ist Trip, der einen altmodischen Spruch nach dem anderen bringt – fast, als käme er aus einer anderen Zeit. Ebenso amüsant ist T’Pols Vorschlag, Sicherheitsgurte zu installieren, als die Enterprise beim Eintritt in einen Gasriesen durchgeschüttelt wird. Es dauert tatsächlich fast zweihundert Jahre, bis Sternenflotten-Schiffe in „The Next Generation“ solche Gurte einführen – ein typisch menschlicher, fast komischer Zug.

Im Verlauf der Mission verdient sich T’Pol langsam den Respekt der Crew, was sie sich hart erarbeiten muss. Auf Qo’noS erkennt Archer Parallelen zwischen den Klingonen und dem irdischen Mittelalter, was den Menschen hilft, die klingonische Kultur besser zu verstehen. Schließlich wird klar, warum die Suliban den Klingonen wollten: In seinem Blut sind Informationen verborgen, die genutzt werden könnten, um die Suliban zu bekämpfen, deren Ziel war es, das Klingonische Reich zu schwächen, indem sie die internen Konflikte verschärften.

Nach Abschluss der Mission beweist die Crew der Enterprise nicht nur, dass die Menschheit bereit ist für die unendlichen Weiten, sondern auch, dass Menschen und Vulkanier zusammenarbeiten können – auch wenn noch viele Hürden zu überwinden sind.

Am Ende des Romans gibt Rick Berman spannende Einblicke in die Entstehung der Serie, den Auswahlprozess der Schauspieler und das Design der Enterprise. Der Entwurfsprozess des Schiffes dauerte vier Monate, und es war das erste Mal, dass ein Computermodell für die Dreharbeiten verwendet wurde. Persönlich vermisse ich jedoch die klassische Modellfotografie, die für mich realistischer wirkt.

Der Roman zu „Star Trek: Enterprise“ 1x01 erweitert die visuelle Erzählung der Episode und liefert spannendes Hintergrundwissen, das in der TV-Version oft nur angedeutet wird. Besonders die Diskussionen über die technischen Eigenschaften der Enterprise und die damit verbundenen Probleme fand ich packend. Etwas irritierend war jedoch Archers Verhalten: Seine Arroganz und fast bösartige Haltung gegenüber den Vulkaniern wirkt im Roman extremer als in der Serie.

Fazit: Der Roman ist eine gelungene Ergänzung zur Episode und bietet tiefergehende Einblicke in die Welt von „Enterprise“. Ich freue mich auf weitere Romane.
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