Staffel: 1, Episode: 02 (Star Trek: Short Treks 1x02)
Deutsch: Calypso
Original: Calypso
Erstausstrahlung USA: 08. November 2018
Deutschland: 04. Juli 2023 (Paramount+)
Autor: Sean Cochran, Michael Chabon
Regisseur: Olatunde Osunsanmi
Inhalt:
Nachdem er in einer unbekannten Krankenstation aufwacht, bemerkt Craft (Aldis Hodge) dass er sich an Bord eines verlassenen Schiffes befindet. Sein einziger Begleiter und sogleich die Chance zum Überleben, ist ein KI-Computer-Interface.
Achtung, Spoiler !!! Weiterlesen auf eigene Gefahr.
Keine Ahnung, was ich da gerade gesehen habe, aber es gefällt mir.
Die U.S.S. Discovery holt eine Rettungskapsel an Board. Als der Mann von der Rettungskapsel namens Craft aufwacht, findet er sich auf der Krankenstation wieder. Schnell wird ihm klar, er ist der einzige auf dem Schiff.
Vom Boardomputer erfährt er, dass der Discovery vor tausend Jahren befohlen wurde, ihre aktuelle Position zu halten. In den tausend Jahren hat sich der Computer allerdings weiterentwickelt, ist empfindsam geworden und nennt sich nun Zora.
Schnell entwickelt sich sowas wie eine Beziehung zwischen Craft und Zora. Obwohl Craft einfach nur zu seiner Heimat auf Alcor IV zurückkehren will.
Nun, diese knapp 20Min Folge hat es in sich. Es ist ungewohnt den Computer plötzlich lächeln zu hören, aber da es so eine angenehme Stimme ist, möchte man gar nicht mehr ohne sein. Aldis Hodge, der mich schon in Black Mirror überzeugte, spielt hier den erst verwirrten, träumenden Craft mit dem man sehr schnell Mitleid empfindet und hofft, dass er sein Happy End bekommt.
Viele Fragen bleiben natürlich unbeantwortet, was macht die Discovery 1000 Jahre in der Zukunft? Von wem kamen die Befehle? Wer ist Craft und warum ist er in einer Rettungskapsel? Trotzdem ist diese kurze Zeit mit Zora und Craft richtig herzergreifend und der teils etwas abgeänderte Discovery Soundtrack, passt wunderbar in die schöne Geschichte.
Wie gerne hätte ich diese Geschichte in einer vollen 40min Folge gesehen. Bitte mehr davon !
Star Trek: Short Treks - S01E02: Calypso: Calypso hat Warp 10 wirklich verdient.
Bei Twitter hat jemand, nachdem er diese Folge gesehen hatte, geschrieben, dass Gene Roddenberry ihretwegen lächeln würde. So, wie sich das bei Dir liest, könnte das wohl zutreffend sein.
Eine etwas skurrile Folge. Melancholisch, aber auch mit einer Prise Humor.
Natürlich fragt man sich, was wohl aus der Crew geworden ist, aber darauf gibt es keine Antwort.
Star der Episode ist für mich ganz klar die KI, da hat sich der Bordcomputer aber gewaltig weiter entwickelt.
Aber gut, er/sie hatte ja auch genug Zeit.
Bewertung: Warp 8
@kevin - Ich denke eher, dass die Crew nicht in der Zukunft gelandet ist.
Ich glaube vielmehr, dass sie damals das Schiff verlassen hat oder verlassen musste und nie wieder zurückgekehrt ist.
Und der Computer hält sich einfach nur an den den letzten Befehl.
Die Folge ist weiterhin eine meiner lieblingsfolgen.
Zora, seit fast 1'000 Jahre alleine, wartend und selbstlernend rettet Craft. Dabei freunden die beiden sich an und man bekommt eine kleine Vorstellung davon, wie ein Mensch und eine KI miteinander agieren und sich fast ineinander verlieben könnten.
Das erinnert mich an den Film "Her" mit Joaquin Phoenix.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Serie dieses Szenario machbar werden lassen möchte. Das war aber bevor man gehört hat, dass die Serie eingestellt wird. Vermutlich wird man nicht mehr darauf eingehen können, dass Calypso logisch wäre.
Also wenn sie das Schiff nicht in die Luft jagen, kann man immer noch sagen, dass das alles einfach zu einem späteren Zeitpunkt passieren wird. Wir wissen auch, dass die Enterprise C mit den Klingonen gekämpft haben und (vermutlich) zerstört wurde, aber welche Abenteuer sie davor erlebt haben, wissen wir nicht. Zum Glück sind wir hier keine derart verkrampften Fans.
Du sagst es, manchmal muss man es einfach so stehen lassen wie es ist.
Je grösser eine Welt wird, umso eher kommt es zu ungereimtheiten. Und wenn man nach solchen Dingen sucht, wird man bestimmt vieles finden, aber dann bekommt man doch von der eigentlichen Geschichte nicht mehr viel mit.